01.10.2012

Breite Spitze bei XI. ESI Reitpferde- und Fohlenauktion

Gleich mit einem Paukenschlag begann die XI. ESI Reitpferde- und Fohlenauktion in Klein Roscharden: das Bieterduell um den kleinen Clatte Quality endete erst bei 30.000 Euro. So viel Geld legten Kunden aus Belgien für das Holsteiner Hengstfohlen von Clarimo-Lasino an, dessen Mutter Vollschwester des unter Alois Pollmann-Schweckhorst bzw. Dennis Lynch/IRL erfolgreichen Lord Luis ist. 22.500 Euro kostete das in Belgien gezogene Schimmelhengstfohlen Darcassini von Darco-Cassini I. Noch drei weitere Youngster übersprangen die 10.000 Euro-Marke: die für 11.000 Euro versteigerte Westfälin Mijne Lütte Deern von Mylord Cathago-Grannus, der für 10.500 Euro zugeschlagene Holsteiner Casall-Sohn Cape Canaveral und Numero Arko. Der braune Sohn des Numero Uno stammt aus der Vollschwester zu Nick Skeltons Weltklasse-Jumper Arko III und kostete 10.000 Euro.

Der Gesamtumsatz der 38 versteigerten Fohlen betrug 277.250 Euro bei einem Durchschnittspreis von 7.296 Euro. Die 20 Reitpferde kosteten zusammen 482.000 Euro, was mit 24.100 Euro einen der besten Durchschnittspreise in der neunjährigen Geschichte der ESI Reitpferdeauktionen bedeutete. 27 der gesamt 58 Fohlen und Reitpferde-Offerten wechselten ins Ausland, davon acht nach Belgien, jeweils vier nach Bulgarien und Russland, drei nach Schweden und in die USA und zwei nach Italien und in die Niederlande und eine nach Mexiko.

Teuerstes Reitpferd war mit einem Zuschlagspreis von 44.000 Euro All In. Die Großmutter des fünfjährigen braunen Hannoveraner Hengstes ist keine Geringere als die Vollschwester zum Weltcupsieger Sandro Boy unter Marcus Ehning. In Zukunft wird All In seinen Hafer in den USA fressen. Ebenfalls an Kunden aus den USA gingen für 36.000 Euro der gekörte, geprüfte und für das Bundeschampionat qualifizierte Quality on Top von Quality-Graphit und für 34.000 Euro der Hannoveraner Schimmelwallach Calonso von Calido I-Contender. Weitere fünf Pferde kosteten 30.000 Euro und mehr, sechs 20.000 Euro bis 29.999 Euro.

„Die Auktion ist super gelaufen“, erklärten Henrik Klatte und Otto Vaske im Anschluss. „Es hat sich ausgezahlt, im Vorfeld streng zu selektieren und wirklich nur allerbeste Qualität und interessanteste Blutlinien ins Lot mit aufzunehmen. Dank der sehr breiten Spitze partizipierten viele Züchter und Aussteller von dem guten Ergebnis.“ Neben vielen treuen Kunden, die hier in Klein Roscharden fündig geworden seien, hätten die beiden zahlreiche Neukunden begrüßen können, die auch gleich zum Zug gekommen seien. „Viele der ESI-Pferde kommen in professionell fördernde Hände, was bedeutet, dass man von diesen auch in Zukunft hören wird.“

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