15.8.2009

20.000 Euro für Sohn des Cornet's Prinz

Im Bieterduell um Cornets’s Coup sauste der Hammer von Auktionator Hendrik Schulze Rückamp bei der V. ESI Fohlenauktion in Klein Roscharden erst beim Spitzengebot von 20.000 Euro aufs Pult. Das dunkelbraune Hengstfohlen, aus dem ersten Jahrgang des Cornet‘s Prinz stammend und von Hartwig Wigger, Stellshagen,  aus der ebenfalls als Fohlen über die ESI verkaufte Stute Landdame (v. Coupe de Coeur) gezogen, ging an einen treuen ESI-Kunden aus Thüringen. Josef Estendorfer, seines Zeichens Besitzer des Weltcup- und Großen Preis-Siegers Sandro Boy unter Marcus Ehning, legte für das Sandro Boy-Cento-Hengstfohlen Skype aus der Zucht der Zuchtgemeinschaft Piskorz und Remmel, Gronau, 18.000 Euro an. Gleich vier Fohlen kosteten 12.000 Euro, darunter der nach Russland verkaufte Holsteiner Contino (v. Contender-Caretino) aus der Zucht von Carsten Harms, Rastede, und der an den Zuchthof Klatte zugeschlagene Hengstanwärter Cassilando (v. Cassini II-Calando I, Z.: Koen Terryn, Belgien). 11.500 Euro legte der dänische Weltklasse-Springreiter Andreas Schou für Caipirinha an, ein dunkelbraunes Holsteiner Prämien-Hengstfohlen vom neuen Vererberstar Casall. Stolzer Züchter ist Hans Frerichs aus Großenkneten.

Die Versteigerung von 56 Fohlen bei der V. ESI Fohlenauktion erbrachte einen Gesamtumsatz von 348.250 Euro, bei einem Durchschnittspreis von 6.861,61 Euro. Mit 24 ging fast die Hälfte der Fohlen an Käufer aus dem Ausland, wobei Bulgarien mit acht Fohlen deutlich in Front lag. Der bulgarische Neukunde Hachik Papazyan aus Bourgas am Schwarzen Meer nutzte in Klein Roscharden die Gelegenheit und erwarb für sein neues Gestüt erlesenste Blutlinien, darunter für 7.500 Euro den Incolor-Sohn Imagination (Z.: Friedhelm Vaske, Halen), aus dessen Mutterstamm u.a. der im internationalen Springsport erfolgreiche Grand Slam unter dem Briten Nick Skelton stammt. Vier Fohlen wurden in die Niederlande verkauft, drei nach Russland, jeweils zwei in die Schweiz, nach Österreich und Italien sowie eins nach Belgien.

Doch nicht nur Interessenten aus dem Ausland wurden in Klein Roscharden fündig. Auch hiesige Aufzucht- und Ausbildungsbetriebe kamen zum Zuge. „Insgesamt sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden. In diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten haben unsere Kunden hervorragend mitgearbeitet“, sind die ESI-Initiatoren Henrik Klatte und Otto Vaske voll des Lobes. Aber auch den Züchtern gebühre ihr Dank: „Die Fohlen waren nicht nur samt und sonders das Ergebnis wohlüberlegter Anpaarungen, sondern auch für die Auktion bestens herausgebracht.“
Großen Zuspruchs erfreute sich auch die Live-Übertagung der Auktion im Internet über das Portal www.ClipMyHorse.de. Viele Pferdefreunde sowie Käufer, die nicht vor Ort sein konnten, klickten sich live ins Geschehen mit ein.

An eine Verschnaufpause ist für Henrik Klatte und Otto Vaske trotz der erfolgreich verlaufenen V. ESI Fohlenauktion nicht zu denken, sind beide doch schon mit den Vorbereitungen für die VIII. ESI im Frühjahr 2010 befasst, bei der ein erlesenes Lot vermögender Springpferde unter den Hammer kommen wird.

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